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4. NRW-Nachhaltigkeitstagung

Mit der 4. NRW-Nachhaltigkeitstagung hat am 28. Oktober 2015 ein breit angelegter Partizipationsprozess zur Nachhaltigkeit begonnen: Mehr als 400 Teilnehmende aus Politik, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten im Düsseldorfer Landtag über den Entwurf einer NRW-Nachhaltigkeitsstrategie.

Die Tagung stellte die globalen Zusammenhänge dar und zog daraus Schlussfolgerungen für NRW: In Diskussionen und Vorträgen nahmen die Teilnehmenden Bezug auf den UN-Nachhaltigkeits-Gipfel vom September 2015 und die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung sowie die Pläne der Bundesregierung, die nationale Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2016 weiterzuentwickeln.

NRW-Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense skizzierte in seiner Rede die Wirkung der internationalen Nachhaltigkeitsziele auf die NRW-Nachhaltigkeitsstrategie. Das Land sei gut gerüstet für die Umsetzung der Agenda-Ziele, wolle künftig verstärkt eine ganzheitliche Sichtweise einnehmen.

Die Frage, was aus den internationalen Nachhaltigkeitszielen für Deutschland, Europa und die deutschen Länder folgt, stand auch im Zentrum des Eröffnungspodiums: Die Bedeutung der interntionalen Nachhaltigkeitsziele erörterten u.a. Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, und Karl Falkenberg, Sonderberater für nachhaltige Entwicklung der Europäischen Kommission.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel präsentierte anschließend den ersten umfassenden Nachhaltigkeitsstrategieentwurf für NRW, der im Kern 19 Handlungsfelder identifiziert. Mit ihrer Strategie leistet die Landesregierung gleichzeitig einen Beitrag zur Umsetzung der 17 internationalen Nachhaltigkeitsziele. Zum Schluss seines Vortrages lud Remmel alle Menschen im Land zur aktiven Mitarbeit an der Strategie ein und startete das neue Portal www.nachhaltigkeit.nrw.de. Dort konnte der Strategieentwurf bis zum 30. November 2015 im Rahmen einer Online-Konsultation kommentiert werden. Erste Anregungen im Plenum gaben bereits zehn Stakeholder aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Den Vortrag von Minister Remmel können Sie hier einsehen.

In fünf parallelen Foren diskutierten die Teilnehmenden nach der Mittagspause wichtige Aspekte des Strategieentwurfs. Zentrale Themen waren nachhaltiges Wirtschaften, der Klimaschutz  sowie die Vorstellungen Jugendlicher für ein nachhaltiges NRW in 2030. In anderen Foren standen die Bedeutung von Forschung und Innovation für eine nachhaltige Entwicklung und die Frage nach der Messbarkeit von Nachhaltigkeit durch Ziele und Indikatoren im Mittelpunkt.

Einen besonderen Fokus legte die NRW-Nachhaltigkeitstagung in diesem Jahr auf die Perspektive künftiger Generationen. Wie wichtig gerade jungen Menschen ein nachhaltiges Handeln ist, betonte die Vorsitzende des Landesjugendrings NRW, Sarah Primus. Vertreter und Vertreterinnen von Jugendverbänden und der Initiative „Schulen der Zukunft“ stellten ihre Standpunkte in kleinen Filmbeiträgen sowie beim Markt der Möglichkeiten vor und beteiligen sich aktiv an den Themenforen.

Auch NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann erklärte im Gespräch mit Moderatorin Tanja Busse, wie wichtig es ist, dass Kinder und Jugendliche erkennen, wie sie eine nachhaltige Entwicklung mitgestalten können. Ein junges Podium stellte sich im Anschluss dem Thema „Generationengerechtigkeit“: Ihre Zukunftsvisionen diskutierten NRWs zweitjüngster Bürgermeister, Erik Lierenfeld aus Dormagen, der Essener Schüler Jan Lemke und Katharina Zink vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend NRW.

Die Zukunft NRWs stand ebenfalls im Fokus der Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen: Die Landtagsabgeordneten Norbert Meesters (SPD), Rainer Deppe (CDU), Norwich Rüße (Bündnis 90/Die Grünen), Henning Höne (FDP) und Simone Brand (Piratenpartei) schilderten ihre Sicht der NRW-Nachhaltigkeitsstrategie.

Die 5. NRW-Nachhaltigkeitstagung wird am 29. September 2016 in Münster stattfinden.