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Umweltwirtschaft als Impulsgeber für eine Circular Economy

Ziel des Workshops

Der Workshop soll zum einen die Impulse der Umweltwirtschaft für das Konzept der Circular Economy einordnen. Zum anderen sollen die Chancen einer kreislauforientierten Wirtschaftsweise für die auf Innovationen basierende nordrhein-westfälische Industrie aufgezeigt werden.

 

Konzept

Laut Unternehmensberatung McKinsey könnte die Wirtschaft in Deutschland durch das Wirtschaftsmodell der Circular Economy, in dem Rohstoffe möglichst abfall- und emissionsfrei so lange wie möglich wiedergenutzt und durch Sharing-Konzepte geteilt werden, jährlich um 0,3 Prozentpunkte schneller wachsen. Gleichzeitig könnten die Ausgaben für Mobilität, Wohnen und Lebensmittel bis 2030 um 25 Prozent sinken. Linear ausgerichtete Investitionen in die Ressourceneffizienz, in nicht kreislaufgeführten Prozessen des Produzierens und Konsumierens stoßen zunehmend an ihre Grenzen. Dagegen steht die Erschließung der Potentiale der Ressourceneffektivität durch Ansätze der Circular Economy noch am Anfang.

Eine Voraussetzung für die Erschließung der Potentiale der Circular Economy sind intelligente Produkte und innovative Dienstleistungen. Der Umweltwirtschaftsbericht NRW 2017 hat gezeigt, dass das Schließen von Stoffkreisläufen hin zu zirkulären Wertschöpfungssystemen eine besondere Innovationsstärke der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft ist. Besondere Kompetenzen liegen in den Bereichen Recyclingverfahren, Prozesssteuerung und Intralogistik sowie Sharing-Systemen. Auf diese Bereiche entfallen fast ein Viertel aller Patente der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft.

Auf der anderen Seite bietet die nordrhein-westfälische Industrie aufgrund ihres Ressourcenbedarfs und ihrer ausdifferenzierten Wertschöpfungsketten geradezu ideale Voraussetzungen, um die Wechselbeziehungen von Produktdesign, Produktion, Recycling und Konsum in einem Referenzmarkt mit Vorbildcharakter aufzugreifen und zu verzahnen. Hier bedeutet die Sicherung der Ressourceneffektivität durch Ansätze einer Circular Economy die Reduzierung der Gefahren durch die abnehmende Rohstoffverfügbarkeit und zunehmende Preisvolatilitäten sowie die Entkoppelung des Wirtschaftswachstums von endlichen Rohstoffen.

Damit hat die Entwicklung und der Einsatz von Technologien der Circular Economy nicht nur positive Effekte auf den Klima- und Umweltschutz, sie ist auch eine Chance für die Bewältigung des Strukturwandels, indem Innovationen generiert, neue Arbeitsplätze geschaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auf den Märkten der Zukunft gesichert werden.

 

Moderation:

Dr. Peter Markus, Referatsleiter, Referat für Haushalts- und Querschnittsaufgaben, Umweltwirtschaft, EFRE, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen;

 

Keynote:   

  • Herr Prof. Dr.-Ing. Martin Faulstich, TU Clausthal

Inputs:

 

Diskussion mit den Teilnehmenden des Workshops